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Solarfassade von Nabo

 

„Architektur muss für den Menschen da sein“, so Unternehmensgründer Kurt Ernsting und seine Nachfolger stellen auch heute die Architektur durch eine nachhaltige und ganzheitliche Bauweise in den Dienst kommender Generationen. Neben ökologisch einwandfreien und recyclebaren Baustoffen setzt Ernsting’s family dabei auf Sonnenenergie: So trägt sich das Lager durch den Einsatz von fassadenintegrierten Photovoltaikanlagen energetisch vollkommen selbst.

 

Mit dem Entwurf von Nabo wird neben der Funktionalität auch dem künstlerischen Anspruch der Familie Ernsting entsprochen. Durch die transparente und klare Fassadengestaltung über 10.000 m2 fügt sich das Hochregallager harmonisch in das bestehende architektonische Ensemble der Firmenzentrale ein.


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Neben Gebäuden von Santiago Calatrava und David Chipperfield hat Nabo für ein neues Hochregallager eine Solarfassade entworfen. Die gläserne Architektur, überzogen mit einer gefalteten Solarmembran, überzeugte die Bauherrin mit einer faszinierenden Fassadenansicht und aufgrund der errechneten Energieeffizienz. Schon seit einigen Jahren entwickelt Nabo Techniken zum Gestalten großer Glas- und Photovoltaik-Fassaden, wofür ihn die Glastec Düsseldorf mit dem Innovationspreis auszeichnete. Als Teilnehmer der European Solardays 2008 in Wiesbaden diskutierte er mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, Architekten und Künstlern interdisziplinäre Projektansätze zum Thema Kunst und Solarenergie. Jetzt kann er seine Ideen auf über 10.000m2 Fassadenfläche verwirklichen.

Als Nachweis für die besonderen ökologischen, ökonomischen und technischen Bemühungen strebt das Unternehmen die Gebäude-Zertifizierung in Gold durch die deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) an.
Weitere Fotos finden Sie im Downloadbereich dieser Seite
Entwurf: Nabo
Ausführung: Architekturbüro Norbert Wortmann
Projektleitung: Thomas Hoffmann

„Der Effekt ist ebenso verblüffend wie zukunftsweisend. Mit seinem Wettbewerbsbeitrag stellt der Glaskünstler Nabo erstmals sein neues Verfahren zur Gestaltung großflächiger Glasfassaden vor. Besonders in Verbindung mit Photovoltaikanlagen könnte diese Technik in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen.“

Zeitschrift „Glas + Rahmen“ 11/ 00

 

zickzack

Das Hochregallager erhält, nach dem Entwurf von Nabo, mit Ausnahme der begrünten Dachfläche eine gläserne Primärfassade, die ihrerseits, in den nach Süden ausgerichteten Fassadenflächen von einer gefaltete Solarmembran ummantelt wird.

Diese Solarmembran lebt optisch vom Kontrast zwischen der tiefen Schwärze des PV-Moduls und dem glitzernden Reiz des benachbarten Crashglases.

sonneneinstrahlung

Beide im Wechsel bilden Faltenwurf über Faltenwurf, nutzen den optimalen Neigungswinkel für die auffallende Sonnenstrahlung, gleichzeitig aber übernimmt das Photovoltaik-Modul die unerlässliche Aufgabe der Beschattung des dahinter liegenden gläsernen Hochregallagers, was dazu führt, dass selbiges über das Jahr ohne zusätzliche Kühlung oder Heizung, einzig über ein automatisch Lüftungssystem betrieben werden kann.

beschattung
In der Vertikalen bildet die gefaltete Solarmembran mit zwei gliedernden Unterbrechungen im Südosten den gläsernen Körper des Lagers ab, im Südwesten stellt sie sich im Abstand, als eine Halle bildende Scheibe vor den hoch transparenten Baukörper.
 

dachaufsicht

In ca. 28 m Höhe knickt die Solarmembran in 90° ab und schwebt als aufgeständerte PV-Module über der begrünten ca. 5000 qm großen Dachfläche.

effizienz

Was wir dort, in der Horizontalen, als selbstverständlich empfinden, die Nutzung der optimalen Ausrichtung zur Sonne, erfährt in der gefalteten Solarmembran somit auch in der Vertikalen seine sinnvolle Anwendung. Dies bedeutet in der Fassade eine Effizienzsteigerung von ca. 30%